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Strichspuraufnahmen - So geht's (auch) |
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Tuesday, 16. January 2007 |
Um Strichspuren vom Sternenhimmel aufzunehmen braucht man eigentlich relativ lange Belichtungszeiten da sich die Sterne ja nur recht langsam durch die Erddrehung über den Himmel bewegen.
Je länger die Belichtungszeit desto mehr Probleme handelt man sich leider ein. Das Rauschen im Bild nimmt zu und noch viel schlimmer macht sich die Lichtverschmutzung bemerkbar, sprich solche Bilder werden einfach nur noch zu hell.
Es sei denn man macht die Bilder irgendwo weitab jeglicher Zivilisation irgendwo in der Wüste. Oder man bedient sich der Möglichkeiten der digitalen Bildverarbeitung und verkürzt einfach die Belichtungszeiten massiv.
Und wie so etwas funktionieren kann, bzw. wie ich es mache, zeige ich hier.
Zuerst müssen wir für ordentliches Ausgangsmaterial sorgen.
Dazu brauchen wir unsere Kamera, ein Stativ (ganz wichtig) und einen arretierbaren Fernauslöser für die Kamera.
Ein ordentliches Weitwinkelobjektiv schadet auch nicht.
Machen wir also erstmal unsere Bilder, Kamera aufs Stativ und los gehts.
Da ich hier stark mit Lichtverschmutzung zu kämpfen habe beschränke ich mich für die Einzelbilder auf Belichtungszeiten zwischen 30-60 Sekunden bei ISO200 und Offenblende.
Die Einstellung ist natürlich individuell zu wählen.
Tja und dann die Kamera im Serienbildmodus 1-2 Stunden lang Bilder machen lassen.
Wichtig ist vor allem das zwischen den Bildern keine grossen Pausen entstehen sonst gibts Lücken.
Ausserdem muss die Kamera absolut fix ausgerichtet sein, da darf nix wackeln oder zappeln.
O.K. alles im Kasten?
Dann gehts jetzt an den Computer.
Da braucht man dann Adobe Photoshop, iss in der aktuellen Version nich billig aber nunmal das Nonplusultra in Sachen EBV.
Aber man braucht auch nicht die neueste Version, Photoshop 7, ja sogar Version 6, tut es vollkommen und die kriegt man in der "Bucht" für ein paar Euro.
So, jetzt zeig ich mal wie ich das mache...
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Wir öffnen nun das erste Bild unserer aufgenommenen Sequenz, im Ebenenfenster erscheint eine Hintergrundebene.
Jetzt öffnen wir das zweite Bild, wählen den kompletten Inhalt mit der Tastenkombination [STRG]+[A] aus, kopieren das Ganze in den Zwischenspeicher mit [STRG]+[C] und schliessen das Bild einfach wieder.
Jetzt sollte unser erstes Bild wieder angewählt sein. |
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Mit [STRG]+[V] wird jetzt das vorher kopierte 2. Bild ins erste eingefügt.
Photoshop legt dafür automatisch eine neue Ebene an die die darunterliegende (noch) überdeckt als wenn man ein Blatt Papier aufs andere legt.
Mit dem Ausklappmenü links oben im Ebenenfenster, dort wo jetzt noch "Normal" steht, kann man dann entscheiden wie die Ebenen miteinander kombiniert werden sollen. |
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Das machen wir jetzt und wählen "Aufhellen" aus.
Photoshop macht jetzt im Prinzip folgendes: jedes Pixel wird mit dem der darüberliegenden Ebene verglichen und wenn dieses Heller ist dann wird es für das Gesamtbild übernommen, wenn nicht dann bleibt alles beim alten.
Dadurch bleiben dann unveränderte Teile des Bildes erhalten wie z.B. die Bäume im Bild. Ein Stern hat aber schon ein winzigkleines Stückchen weiterbewegt und diese Information wird übernommen. |
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Das wiederholen wir jetzt mit so den nächsten 8-10 Bildern, also immer öffen, alles auswählen, kopieren, schliessen, ins erste Bild einfügen und bei der entstandenen Ebene Aufhellen auswählen.
Mit der Zeit stapeln sich dann so einige Ebenen übereinander und die Sterne beginnen sich in die Länge zu ziehen.
Sollte die Schärfe der Objekte im Vordergrund leiden oder gar Geisterbilder entstehen dann haben wir beim fotografieren gepfuscht und die Kamera hat sich bewegt. |
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Je mehr Ebenen sich stapeln desto langsamer wird Photoshop werden.
Deshalb füge ich diese zu einer zusammen sobald sich so 10-20 Stück angesammelt haben. Einfach oben im Menü auf Ebene klicken und dann "Auf Hintergrundebene reduzieren" auswählen dann wird ein Summenbild errechnet das die neue Hintergundebene ergibt und die vorher entstandenen Ebene werden gelöscht. |
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Das machen wir jetzt immer so weiter bis alle unsere Bilder eingefügt sind und sich so ein Summenbild mit schönen Strichspuren ergibt. Wenn man dies auf die Hintergrundebene reduziert hat sollte mans erstmal speichern und kann dann an die übliche Bildoptimierung gehen. |
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Also eigentlich kein Hexenwerk das Ganze aber ein Heidengschäft!
Und um das etwas zu erleichtern habe ich eine Aktion erstellt die einem viel Arbeit abnimmt.
Aktionen sind so ne Art Photoshop-Makros. Noch nie mit gearbeitet? Keine Panik, ich erklärs...
Erstmal die Aktion downloaden, klickst du hier-> livesky-tools.atn
Ist halt mit Photoshop 7 erstellt, keine Ahnung ob das auf anderen Versionen funzt.
Die Datei dann in den Photoshop Ordner kopieren wo die Aktionen drinstehen.
Bei mir ist das c:\Programme\Adobe\Photoshop 7.0\Vorgaben\Photoshop-Aktionen |
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Jetzt müssen wir die Aktion erstmal laden damit PS bescheid weis.
Im Aktionen-Fenster einfach mal oben rechts auf den Pfeil klicken, wenn man das nich weiss findet mans nie.
Jetzt "Aktionen laden" auswählen und dann halt livesky-tools.atn
Wenn alles klappt dann findet man das nun in der Aktionen Liste wieder. |
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Dann legen wir mal los...
Mit der Strichspur-Aktion geht jetz alles viel fixer...
Erstmal öffnen wir unser erstes Bild das wir als Grundlage brauchen und legen es unten ab. |
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Dann öffnen wir die nächsten Bilder und zwar gleich 10, 20 oder 30 auf einmal.
Einfach im Öffnen-Dialog das erste davon markieren und mit gedrückter Shift-Taste das 20. oder 30.
Photoshop macht dann alle Bilder auf. |
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Jetzt holen wir unser erstes Bild wieder hervor.
Bitte vor dem Ausführen der Aktion immer sicherstellen das dieses Bild aktiviert ist.
Sonst könnts ein bisserl Chaos geben... |
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Im Aktionen Fenster Strichspur anwählen und auf den grünen Pfeil klicken um die Aktion zu starten.
Jetzt wird automatisch eins von den geöffneten Bildern kopiert, geschlossen, eingefügt und die Aufhellen Funktion eingestellt.
Also der ganze Kram den wir oben manuell gemacht haben. |
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Einfach solange auf den grünen Pfeil klicken bis diese Meldung erscheint dann sind alle geöffneten Bilder abgearbeitet und man kann auf anhalten klicken.
Ich würde nun in unserem Ausgangsbild mal wieder auf Hintergrundebene reduzieren. Dann einfach die nächsten 20-30 Bilder öffnen und das ganze von vorne.
Auf diese Art und Weise brauche ich keine 15 Min. mehr um >200 Bilder zusammenzufügen.
Leider konnte ich Photoshop noch nicht dazu überreden die ganze Prozedur als Stapelverarbeitung abzuarbeiten sonst ginge das nochmal fixer. |
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| Tja, das wars. Ich wünsche viel Spaß beim nachmachen und würde mich freuen wenn ich das ein oder andere Ergebniss sehen dürfte. |
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Letzte Aktualisierung ( Wednesday, 14. February 2007 )
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