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Lidl-Tuning Teil 3 - Die Montierung |
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Tuesday, 26. December 2006 |
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Das isse nun, die Montierung vom Lidl-Scope, für mich das Sahnestückchen aus dem Paket, die Montierung trägt nämlich auch noch etwas schwerere Teleskope als das Leichtgewicht von Skylux.
Die Montierung ist quasi baugleich mit der Vixen Cosmostar bzw. der Astro-3 von TS jedoch um einiges günstiger, dafür aber mit einigen wohl produktionsbedingten Macken.
Aber auch diese Macken lassen sich fast gänzlich beseitigen.
Hauptsächlich gehts um das eklige "Klebefett" das mehr bremst als schmiert und verarbeitungsbedingte Toleranzen.
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 Die Montierung |
 Schneckengehäuse |
Im Bild links sieht man eines der beiden Schneckengehäuse, diese sind jeweils mit 2 Sechskantschrauben in Langlöchern an der Montierung befestigt. Gut zu sehen auch die Sechskantmutter die auf einer Splintschraube aufsetzt, damit kann man das Achsspiel des Schneckenrades einstellen.
Einstellen des Achsspieles:
Die Sechskantmutter abschrauben, wenn man jetzt an der Splintschraube dreht und an der Achse wackelt merkt man wie sich das Spiel verändert. Da wir möglichst wenig Spiel haben wollen drehen wir die Splintschraube rein bis nix mehr wackelt.
Aber Achtung nicht zu fest! Ich mach das einfach mit der Hand das reicht. Sechskantmutter wieder drauf, fertig.
Tipp 1:
Wie im Bild zu sehen wird die biegsame Welle an der linken Seite angeschraubt, wenn man einen Nachführmotor montiert dann ist diese Welle jedoch oftmals im Weg!
Also hilft nur eins das Schneckenrad drehen! Das geht ganz einfach, die Sechskantmutter abschrauben, die Splintschraube ganz herausdrehen und schon kann man die komplette Achse samt Schneckenrad herausziehen. Einfach umdrehen, alles wieder zusammenbauen und nun kann man die biegsame Welle auf der rechten Seite anbringen.
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Jetzt gehts ans Eingemachte bzw. das Eingefettete, nämlich das Innenleben.
Also werden jetzt erstmal die Schneckengehäuse abgeschraubt, zum Vorschein kommen jeweils
das Schneckenrad und das große Zahnrad auf den jeweiligen Achsen.
Auch hier heisst es erstmal schrubben und das "Klebefett" entfernen.
Ich gehe dann auch her und nehme so ein Stahlwolleknäuel wie mans zum Kochtöpfe reinigen nimmt
und schrubber damit mal über die Zahnräder drüber um eventuell vorhandene Grate abzunehmen.
Wie schon einige Leute beim drehen an der Stundenachse (die mit Zahnrad) festgestellt haben,
läuft diese meist etwas unsauber, will heissen 3/4 der Umdrehung läufts ganz leicht,
das restliche 1/4 aber etwas schwerer.
Das liegt aber weder an irgendwelchen Graten oder so, nein die Achse des Schneckenrades hat
einen Höhenschlag, also so ähnlich wie ein 8er beim Fahrrad.
Das iss gar nicht so toll den grade die Stundenachse sollte sauber laufen,
vor allem wenn man noch einen Nachführmotor verwenden möchte.
Tipp 2:
Die beiden Schneckengehäuse samt Achse/Schneckenrad sind absolut identisch!
Also nimmt man die Achse die am rundesten läuft (ist bei mir komischerweise immer die
von der Deklinationsachse) und benutzt diese für die Stundenachse.
Siehe auch Tipp 1: Achse ausbauen/drehen.
Das Zahnrad lässt sich auch einfach abschrauben, beim zusammenbauen aber auf die korrekte
Einbaulage der Achse achten, sonst iss das Zahnrad auf der falschen Seite ;-)
Den unrunden Lauf hat man dann auf der Deklinationsachse, aber da stört das etwas weniger.
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 Schneckenräder |
 Justage |
So, jetzt wird dann noch alles wieder schön mit einem ordentlichen Fett eingeschmiert und zusammengebaut. Ich benutze dafür wieder mein weisses Silikonfett.
Die Schneckengehäuse werden erstmal nur locker angeschraubt und dann gerade ausgerichtet (besonders an der Stundenachse damit das Zahnrad gerade steht). Ich drück dann mittig leicht mit dem Daumen drauf (nicht zu fest) und ziehe die Sechskantschrauben fest, hier gilt wie bei allen schraubereien: fest, aber nicht zu fest, weil nach fest kommt ab :-)
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Wenn dann alles wieder zusammengeschraubt ist sollte zumindest die Stundenachse sauber laufen, meine geht jetzt jedenfalls Butterweich :-)
Im Bild sieht man auch das die biegsame Welle der Deklinationsachse nun auf der rechten Seite angebracht ist und somit nicht mehr im Weg ist.
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 Fertig! |
 Nachführmotor |
In diesem Bild sieht man mal den angebrachten Nachführmotor, gibts z.B. bei Teleskop-Service als Zubehör.
Das Teil kostet zwar mehr wie das Ganze Lidl-Paket ist aber auch ungemein hilfreich.
Für die Einsteiger unter den Lesern:
Mit dem Motor wird die Stundenachse in Sternengeschwindigkeit fortbewegt und ein eingestelltes Zielobjekt bleibt so im Blickfeld ohne das man selber laufend nachkurbeln muss.
Vorher muss die Montierung natürlich halbegs korrekt nach Norden auf den Himmelspol ausgerichtet sein. |
So, das war es dann auch schon, die Montierung ist betriebsbereit.
Ich hab mir für meine noch eine Befestigung am Balkongeländer gebastelt, dann stolpere ich auf meinem schmalen Balkon nicht laufend über das Stativ :-)
Hier im Bild hab ich einen Skywatcher 102/500er Refraktor auf der Montierung, mein Cometcatcher...
Ich wünsche viel Spaß beim spechteln und viel freien Himmel! |
 Es werde Nacht |
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Letzte Aktualisierung ( Thursday, 28. December 2006 )
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